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Ausgabe vom So, 15.03.2015
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Zyklon verwüstet Inselstaat

   Wirbelsturm „Pam“    hat schwere Schäden im Südpazifik angerichtet  

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Eine Schneise der Zerstörung hat der Zyklon auf den Pazifikinseln hinterlassen. Unicef-/dpa-Foto

  Port Vila (dpa) – Einer der gewaltigsten je gemessenen Zyklone hat im Inselstaat Vanuatu im Südpazifik schwere Zerstörungen angerichtet.

 Zyklon „Pam“ riss in der Nacht allein in der Hauptstadt Port Vila tausende Häuser fort, entwurzelte unzählige Bäume und knickte Strommasten wie Strohhalme um, wie Nothelfer berichteten. Über 100 000 Menschen leben laut UN in der Schneise des Sturms. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef fürchtet, dass Zyklon „Pam“ die schlimmste Unwetterkatastrophe sein könnte, die diese Pazifik-Region je getroffen hat.

„Ein Bild absoluter Verwüstung“, berichtete Chloe Morrison vom Hilfwerk World Vision aus Port Vila. Mindestens ein Viertel der 44 000 Einwohner dürften obdachlos sein. Die Vereinten Nationen zitierten unbestätigte Berichte, in denen von 44 Todesopfern die Rede ist. Unzählige Häuser und Regierungsgebäude seien komplett zerstört, sagte der Sprecher der Behörde für Katastrophenschutz, Mishaen Lulu Garae.

Auch ein Teil des Zentral-Krankenhauses sei zerstört worden. „Pam“ ist ein Zyklon der höchsten Kategorie, Nummer fünf. Meteorologen schätzten die Geschwindigkeit der Sturmböen auf bis zu 340 km/h.

Die rund 80 Inseln haben zwar Berge, aber die meisten der 250 000 Einwohner wohnen in Küstennähe in einfachen Hütten. Allein auf der Hauptstadt-Insel drei Flugstunden nordöstlich von Brisbane in Australien leben 65 000 Menschen, weitere 32 000 auf Inseln weiter südlich – das ist genau der Weg, den „Pam“ Richtung Neuseeland nahm.

Fernsehsender zeigten erste Videos, die nach ihren Angaben aus der Region stammen. Da-rauf waren mächtige Wellen zu sehen, die über Uferpromenaden hereinbrachen, sowie entwurzelte Bäume und umgeknickte Strommasten. Überall lagen Schuttberge. Nach dem Durchzug des Zyklons gingen am Samstag auch noch verheerende Regenfälle nieder.

Die Gesamtlage war am Samstag noch völlig umübersichtlich, da die anderen Inseln Vanuatus von der Außenwelt abgeschnitten waren. Mobilnetze funktionierten nicht. „Es ist klar, dass die volle Wucht des Super-Zyklons (die Inseln) deutlich schlimmer getroffen hat als vorhergesagt“, so Unicef-Sprecherin Alice Clements aus Port Vila. Zuletzt waren bei Zyklon Lusi, einem Kategorie-2-Sturm, im März 2014 auf Vanuatu zehn Menschen ums Leben gekommen. Im November 2013 war Taifun „Haiyan“ vom Pazifik über die Philippinen hereingebrochen. Er forderte über 7000 Tote. 


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