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Ausgabe vom So, 26.04.2015
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Erdbeben in Nepal

 Mehr als 700 Tote:  Auch in Indien, Bangladesch und China starben Menschen

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Ein aus den Trümmern eines Hauses geretteter Mann wird von Helfern gestützt. dpa-Fotos
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Vor allem alte Häuser und historische Tempel hielten dem Beben nicht stand.

Kathmandu (dpa) – Nach dem gewaltigen Himalaya-Erdbeben hat Nepal in den betroffenen Gebieten den Notstand ausgerufen. Kathmandu habe außerdem die internationale Gemeinschaft um humanitäre Hilfe gebeten, sagte Innenministeriumssprecher Laxmi Dhakal in Kathmandu.

Eine Tragödie! Die Zahl der Toten stieg unterdessen allein in Nepal auf mehr als 700. In Indien starben mindestens 34 Menschen, im chinesischen Tibet sechs Menschen und in Bangladesch eine Frau. Die meisten Toten seien im Kathmandu-Tal geborgen worden, sagte Dhakal weiter. Das Kabinett Nepals stellte nach offiziellen Angaben umgerechnet 4,5 Millionen Euro für die Rettungsmaßnahmen bereit.

Wegen des Erdbebens habe sich eine Lawine am Mount Everest gelöst und mehrere Bergsteiger verschüttet, sagte Tempa Tsheri Sherpa von der Organisation Dreamers Destination. Er konnte zunächst nicht sagen, wie viele Kletterer betroffen waren.

Das Beben um 11.56 Uhr lokaler Zeit habe die Stärke 7,6 bis 7,9 gehabt, sagte Lokbijay Adhikari, Chef des Geologischen Zentrums in Nepal, der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachbeben seien bis 5,5 stark gewesen. Die US-Erdbebenwarte sprach von der Stärke 7,9.

Das Zentrum lag demnach etwa 80 Kilometer Luftlinie westlich der Hauptstadt Kathmandu, in nur 15 Kilometern Tiefe. In Nepal stürzten laut Augenzeugen zahlreiche Häuser ein, darunter viele historische Gebäude. Straßen rissen auf, sodass der Verkehr zum Erliegen kam. Auch der einzige internationale Flughafen des Landes wurde geschlossen.


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